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12.12.2013

CEEP: EIP für Wasser sollte Wassermanagement und dessen Anpassung an Klimawandel thematisieren

Brüssel, 12.12.13. Die Europäische Innovationspartnerschaft für Wasser (EIP) wurde als Teil der "flagship initiative" innerhalb der Strategie Europa 2020 gegründet. CEEP ist in der „High Level Steering Group“ und in der „Task Force“ der EIP für Wasser vertreten.

Eine der ersten Aktionen von CEEP war es, eine Namensänderung der EIP einzubringen, da dieser zunächst „Europäische Innovationspartnerschaft für Wassereffizienz“ lautete. Mit dem Fokus auf Wassereffizienz wurde die Wassermenge nicht die Wasserqualität betont. Diese ist jedoch bereits EU-weit als Priorität u.a. durch die Blueprint–Strategie vorgegeben.

Eines der drängesten Themen, denen sich Peter Pex in der „Task Force“ bis zu seinem kürzlichen Ruhestand widmete, war die Wahrung der Rechte am geistigen Eigentum bei der Entwicklung von Innovationen. Pex vertrat die öffentlichen Holländischen Wasserunternehmen (VEWIN) und –verbände (UvW) im CEEP und den CEEP bei der EIP.

Die Frage war, wie Innovationen aus rechtlicher Sicht geschützt werden können, wenn darüber gleichzeitig weitreichende Details bei Beantragung der notwendigen Förderung zur Entwicklung angegeben werden müssen.

Ein weiteres Problem betrifft die Teststellen, von denen es europaweit zu wenige gibt. Offen ist die Frage, wer die Haftung bei eventuellen Schäden trägt.

In der ersten Jahreskonferenz der EIP, an der am 21. November 2013 mehr als 400 Vertreter, auch des CEEP teilnahmen, wurden die von den neun Aktionsgruppen eingerichteten Programme zur Projektentwicklung vorgestellt, wie beispielsweise zur Entsalzung, zur industriellen Wiederverwendung und Recycling von Wasser oder zum Wasser-Fußabdruck des Energiesektors.

Aus Sicht von CEEP ist bedauerlich, dass die Problematik des Klimawandels während der Konferenz nicht diskutiert wurde.

Die langfristigen Folgen des Sommerhochwassers in Deutschland und Sardinien für die Qualität des Grund- und Oberflächenwassers sollte nicht außer Acht gelassen werden, ebensowenig der weltweite Anstieg extremer Klimaereignisse. Daher sollten aus Sicht des CEEP das Wassermanagement und vorbildhafte Maßnahmen öffentlicher Wasserversorger für die Anpassung an den Klimawandel auf die Tagesordnung der EIP kommen.

Quelle: CEEP