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13.12.2012

Anpassung an den Klimawandel: LIPPEVERBAND ist transnational aktiv

LIPPEVERBAND leitet europäische Projekte „Future Cities“ und SIC adapt!

Essen/Lille, 13.12.12. Die Auswirkungen des Klimawandels sind grenzüberschreitend: Starke Regenfälle, Überhitzung in der Stadt, Anstieg des Meeresspiegels und Gefahr durch Hochwasser und Sturm beeinträchtigen auch die Städte Europas, in denen 80% der Europäer leben und arbeiten.

Urbane Lebensräume sind aber für die Wettbewerbsfähigkeit Europas entscheidend und reagieren besonders empfindlich auf die Folgen des Klimawandels.

Das Projekt "Future Cities - urban networks to face climate change" (www.future-cities.eu) im Kontext des vierten INTERREG B-Programms für Nordwesteuropa hat daher das Ziel, relevantes Fachwissen über die Folgen des Klimawandels grenzüberschreitend zusammenzutragen und durch Kooperation zwischen europäischen Nachbarn praktische und zeitnah umzusetzende Maßnahmen zur urbanen Anpassung an den Klimawandel gemeinsam zu entwickeln.

Der LIPPEVERBAND aus Essen hat sich dabei als führender Projektpartner engagiert.

Future Cities bringt die Sektoren, wie u.a. Wasserwirtschaft, Stadtentwicklung und Energieversorgung im Projekt zusammen und erarbeitet Vorsorgemaßnahmen vor allem auf lokaler und regionaler Ebene.

Schnellüberblick zum Projekt Future Cities:

Kooperationsraum: Nordwesteuropa
Förderzeitraum: INTERREG IV B, 2008 - 2013
Konsortium: 8 Partner aus fünf Ländern: Nordrhein-Westfalen sowie Belgien, England, Frankreich und die Niederlande
Themenschwerpunkt: Klimaschutz und Klimawandel
Ziel: Stadtregionen Nordwesteuropas an zu erwartende Auswirkungen des Klimawandels anpassen

Konkrete Themen wie die Verknüpfung von Parks und Grünkorridoren mit Wasser als grün-blaue Infrastruktur in der Stadt oder energieeffiziente Bautechniken werden zwischen zwei oder drei Partnern an den Beispielen der Pilotprojekte diskutiert. So finden sich sogenannte "Twins" zusammen, die klimataugliche Gewerbegebiete entwickeln oder regenerative Energien einsetzen.

Gemeinsam werden die Pläne überarbeitet und Maßnahmen für "Future Cities" entwickelt, die dann raumübergreifend angewandt werden können.

Das Projekt „Future Cities“ ist eines von acht transnationalen Projekten mit rund 100 beteiligten Organisationen, das sich mit den räumlichen Auswirkungen des Klimawandels innerhalb des strategischen Clusters „SIC adapt!“ seit 2010 auseinandersetzt.

In einer Abschlusskonferenz zu „SIC adapt!“ am 28.-29. Januar 2013 in Lille, Frankreich, werden die Ergebnisse der dreijährigen Projektzusammenarbeit vorgestellt. Außerdem werden die im Rahmen des Projektes erarbeiteten Politikempfehlungen symbolisch an die teilnehmende Klima-Kommissarin Conny Hedegaard überreicht.

Der LIPPEVERBAND lädt alle interessierten Unternehmen und Verbände ein, an der Abschlusskonferenz teilzunehmen.

Anmeldemöglichkeit: http://www.sic-adapt.eu/aboutthecluster/organisationboards/final-conference.html

Informationen zur Veranstaltung und zum Projekt:  http://www.sic-adapt.eu/aboutthecluster/background.html

Programmkarte: hier

Hintergrund LIPPEVERBAND:

Der LIPPEVERBAND wurde 1926 als Wasserwirtschaftsverband für die mittlere und untere Lippe gegründet. Dazu zusammengefunden haben sich im Wesentlichen die Stadtväter der Gemeinden von Hamm bis Hünxe, Vertreter des Bergbaus und Eigentümer der gewerblichen Unternehmen, der Eisenbahnen und Wasserwerke.

Der LIPPEVERBAND kooperiert eng mit der EMSCHERGENOSSENSCHAFT, dem ältesten deutschen Wasserverband. Beide Verbände arbeiten unter dem Dach einer einheitlichen Organisationsstruktur zusammen. Die wichtigsten Aufgaben sind Abwasserreinigung, Sicherung des Abflusses, Hochwasserschutz und Gewässerunterhaltung.

Beide Verbände sind Mitglied im bvöd und der deutschen Sektion des CEEP.

Hintergrund INTERREG Programm:

Das INTERREG Programm in mittlerweile vierter Auflage fördert die staatenübergreifende Projektarbeit zwischen nationalen, regionalen und lokalen Behörden „zur Stärkung einer harmonischen räumlichen Entwicklung des gesamten Gebietes der EU und einer besseren Integration der neuen Mitgliedsstaaten“. Sieben EU-Mitgliedstaaten darunter Deutschland sind hierbei für die Jahre 2007-2013 in dem Programm für Nordwesteuropa (NWE) organisiert. In Deutschland sind die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen und Baden-Württemberg sowie aus Bayern die Regierungsbezirke Ober-, Mittel-, Unterfranken und Schwaben am Programm beteiligt.

Ziel ist es, die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Nordwesteuropas und eine regional ausgewogene und nachhaltige Entwicklung des Gebiets zu fördern.

Insgesamt stehen bis zum Jahr 2013 355 Mio. Euro EU-Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) für Nordwesteuropa zur Verfügung. Um EU-Fördermittel zu erhalten, müssen 50% der gesamten Projektkosten von den Antragstellern getragen werden.